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Strehle, Hermann: Mienen, Gesten und Gebärden

Dies ist ein second-hand Artikel

  Strehle, Hermann: Mienen, Gesten und Gebärden. Analyse des Gebarens
  Preis: 2,95 €

Gebraucht, Befriedigender Zustand,
Hardcover, 174 S.
Reinhardt, 1954
ISBN: o.A.
Lieferbarkeit: vergriffen

Land: Deutschland; Epoche: Nachkriegszeit
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 4442

Auszug aus der Einleitung:
Aufgabe dieses Buches ist es, die mimischen Erscheinungen zu beschreiben, zu deuten und zu erklären.
Dabei wird stillschweigend vorausgesetzt, daß jede mimische Erscheinung (z. B. das Lachen) Ausdruck eines bestimmten Zumuteseins (z. B. der Heiterkeit) ist, daß beide, das Zumutesein und sein Ausdruck, regelmäßig miteinander verbunden oder, wie wir es nennen wollen, „gekoppelt" sind (leib-seelischer Zusammenhang).
Der mimische Ausdruck ruft im Beschauer einen „Eindruck" hervor, und zwar den Eindruck eben des mit ihm gekoppelten Zumuteseins. Insofern wird die mimische Erscheinung „unmittelbar verstanden".
Der Deutlichkeitsgrad des unmittelbaren Verstehens ist jedoch verschieden. Manchmal wirkt er schlechthin überzeugend, manchmal ist er ziemlich unbestimmt, und zuweilen muß die Bedeutung einer mimischen Erscheinung erst gesucht werden.
Glauben wir die Bedeutung gefunden zu haben, so obliegt es uns, ihre Richtigkeit nachzuweisen.
Zur Methode. Um diesen Nachweis zu erbringen, unterscheiden wir zwei Arten von Ausdruckserscheinungen: primäre und sekundäre.
Eine primäre Allsdruckserscheinung ist z. B. die sogenannte Bitterreaktion. Darunter versteht man folgendes: Hat jemand einen bitter schmeckenden Gegenstand im Munde, dann führt er unwillkürlich eine Reihe von Mundbewegungen aus, die den biologischen „Zweck" verfolgen, den bitteren Gegenstand herauszubefördern, und zwar so, daß die Geschmacksnerven möglichst nicht mehr mit ihm in Berührung kommen. Da der bitter schineckende Gegenstand Unlust hervorruft, ist es sinnvoll, ja notwendig, daß die Bewegungen der Bitterreaktion den Ausdurckscharakter der Unlust tragen.
Nun gibt es aber neben der primären auch noch eine sekundäre Bitterreaktion. Eine solche liegt vor, wenn jemand infolge eines rein seelischen Erlebnisses, das als schmerzlich-„bitter" empfunden wird, den Mund im Sinne der Bitterreaktion bewegt.
In diesem Fall erfüllt die Bewegung keinen biologischen Zweck, da sich ja kein bitterer Gegenstand im Mund befindet, der herausbefördert werden könnte. Sie ist praktisch sinnlos. Gleichwohl erweckt auch sie den Eindruck der Unlust.
Wie soll man sich das erklären? - Wir erklären es damit, daß wir auf das Primärverhalten zurückverweisen und sagen: Der seelisch Leidende benimmt sich so, als ob er einen bitteren Gegenstand im Munde hätte und sich von ihm befrein wollte („Als-ob-Charakter" der Mimik). [...]

Zustandsbeschreibung:
OLn., Einband gebräunt u. angeschmutzt, Besitzervermerk auf Vorsatz, Seiten l. gebräunt, ansonsten gute Erhaltung.

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