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Worringer, Wilhelm: Die altdeutsche Buchillustration

Dies ist ein second-hand Artikel

  Worringer, Wilhelm: Die altdeutsche Buchillustration. [Mit 105 Abbildungen]
  Preis: 11,95 €

Gebraucht, Befriedigender Zustand,
Hardcover, 152 S.
Piper, 1921
ISBN: o.A.
Lieferbarkeit: sofort

Land: Deutschland; Epoche: Mittelalter
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 18986

Aus der Einleitung:
Die naive Sinnlichkeit des Auges ist dem Deutschen nicht gegeben, er muß sie sich immer erst erwerben. Er ist sachlich zu stark interessiert, um mit unbefangener Optik die Dinge in sich aufzunehmen.
Und wenn er Künstler ist, dann neigt er dazu auszudrücken, was die Dinge sind, anstatt sie darzustellen.
Er hat nicht den ruhig und gesammelt auf den Dingen weilenden Blick des Romanen, aus dem eine rein sinnliche Darstellungskunst erwächst, er geht vielmehr mit einer geistigen Interessiertheit an die Dinge heran, an der sich nur ein vehementes, unsinnliches Ausdrucksverlangen entzünden kann.
Er ist auch ein Gestalter, aber ein Gestalter im geistigen Sinne, nicht im sinnlichen Sinne. Mit anderen Worten: seine Kunst neigt immer zum Illustrativen, zum Vorherrschen der geistigen Bedeutsamkeit über das rein Darstellungsgemäße.
Indem seine Kunst die Dinge nicht darstellen, sondern ausdrücken will, ist sie zur Illustration prädisponiert.
Denn was die illustrative Kunst von der freien Kunst unterscheidet, ist ihre Abhängigkeit von einem rein geistigen, unanschaulichem Element, dem Text, dem geschriebenen oder gedruckten Wort.
Diese Abhängigkeit gibt aller Illustration ihren eigentlichen Charakter. Nur da können wir von wahrer Illustration sprechen, wo dieser Abhängigkeit bewußt oder unbewußt Rechnung getragen ist.
Die elementarste Forderung, die sich aus diesem inneren Abhängigkeitsverhältnis ergibt, ist diese: die Illustration darf den Leser aus dem geistigen Erleben, zu dem ihn das gedruckte oder geschriebene Wort zwingt, nicht durch sinnliche Illusion herausreißen, darf ihn nicht aus der Welt der Phantasie in die Welt des Körperlich-Realen hinabziehen.
Wo also die Gestaltung aus sinnlicher Darstellungsfreude herauswächst wie bei den Romanen, da ist die Illusion unvermeidlich: die Darstellung der natürlichen Körperlichkeit apelliert an unsere eigene Körperlichkeit und wir werden unwillkürlich in die Sphäre sinnlichen Erlebens hineingezogen. [...]

Zustandsbeschreibung:
OPb., Einband leicht angeschmutzt u. gebräunt, Seiten gebräunt, Nikotin-Geruch, ansonsten gute Erhaltung.

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