homeshopneuzugängepreishitsmeinSokratesagb
 
verlagsfrische gebrauchte Bücher
log in
0 Artikel im Warenkorb

Rezension schreiben

Gewinnspiel

?
Jeden Monat neu: Beantworten Sie eine Frage und gewinnen Sie einen von zwei tollen Preisen.

Rabatte

Schon ab 20,- € Umsatz 1% und ab 50,- € Umsatz 2% sparen.
Bis zu 15% Rabatt auf jede Bestellung möglich!

Preishits

Besonders stark preis- reduzierte Artikel finden Sie in unserer Wühlkiste.

Ullmann, Ludwig: Picasso und der Krieg

576 Seiten mit über 600 Abbildungen, davon 56 ganzseitige Farbtateln.   Ullmann, Ludwig: Picasso und der Krieg.
  Preis: 55,95 €

Neubuch,
Hardcover, 573 S.
Karl Kerber Verlag, 1993
Ehem. geb. Preis: 95,00 €
ISBN: 3-924639-24-8
Lieferbarkeit: sofort

Land: Spanien; Epoche: Drittes Reich
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 823

Klappentext:
Picassos Darstellungen von Krieg und Verfolgung sind, soweit es um thematisch eindeutige Aussagen geht und Hauptwerke betrifft, inzwischen wiederholt in Ausstellungen gezeigt und in Katalogen und Bildbänden reproduziert worden. Dazu gehören das GUERNICA-Wandbild mit den GUERNICA-Nachträgen (1937), das LEICHENHAUS oder BEINHAUS (1945), das MASSAKER IN KOREA (1952), die Wandbilder KRIEG und FRIEDEN für den FRIEDENSTEMPEL in Vallauris (1954) und die Paraphrasen zum RAUB DER SABINERINNEN (1962/63). Daß es daneben bedeutende mittelbare und metaphorische Aussagen gibt, mit denen Picasso auf Krieg und Verfolgung reagiert, ist weit weniger bekannt und auch in der Literatur bisher zu wenig beachtet worden.

Dieses Buch vereinigt erstmals alle sich direkt oder mittelbar mit Krieg und Verfolgung auseinandersetzenden Werke Picassos im Rahmen einer umfassenden Monographie. Alle zu diesem Themenkreis gehörenden Arbeiten sind einschließlich wichtiger vorbereitender Studien abgebildet und werden hinsichtlich ihrer Darstellungsinhalte und formalen Struktur eingehend interpretiert. Dabei wird sowohl der biographische als auch der zeitgeschichtliche Kontext verdeutlicht, der Anlaß oder atmosphärischer Hintergrund für die Umstellung einer bestimmten Darstellung war. Bei Werken, die in der Literatur bereits mehrfach besprochen worden sind - das gilt insbesondere für das GUERNICA-Wandbild -, wird deren Rezeptionsgeschichte bis heute (mit ihren teilweise stark divergierenden Interpretationen) kritisch aufgearbeitet.
Picassos Werke mit Kriegsthemen - es sind in allen Fallen Antikriegsbilder - stehen nicht außerhalb jeglicher Tradition, sondern orientieren sich an thematisch verwandten Darstellungen der Vergangenheit: an Leidensdarstellungen in der christlichen Kunst sowie an bedeutenden Historiengemälden und graphischen Blättern mit Kriegs- und Massakerszenen, insbesondere von Poussin, Goya und Delacroix. Diese Orientierungen sowie Picassos Adaptionen der Maskenkunst außereuropäischer Stammeskulturen für seine figuralen Verkörperungen von Bedrohung und Unheil, die er während des Zweiten Weltkrieges zeichnete und malte, um uns mit dem 'Gesicht unserer Epoche' zu konfrontieren, werden anschaulich belegt und kommentiert.

Damit liegt jetzt eine Monographie vor, die alle als Reaktionen auf Krieg und Verfolgung entstandenen Arbeiten Picassos berücksichtigt und deren besonderer Bedeutung innerhalb des Gesamtwerkes gerecht wird. Sie dokumentiert die Verbindungen dieser Werkgruppe zur Zeitgeschichte, untersucht Ikonographie, Inhalte und Aussageintentionen und analysiert die von Picasso für seine Kriegsbilder eingesetzten Stilmittel und Darstellungsstrategien.

LUDWIG ULLMANN, geb. 1928 in Hildesheim, Pädagoge, Kunsterzieher und Kunsthistoriker. Studium in Braunschweig, Tennessee State Universitv, Nashville/USA und in Osnabrück. Bis 1989 im Schuldienst und in der Erwachsenenbildung tätig, seit 1983 intensivere Auseinandersetzung mit Picasso. 1986 Promotion über Kriegsdarstellungen bei Picasso, in den letzten Jahren Ausarbeitung dieser Forschungsergebnisse zu der jetzt vorliegenden Monographie über Picassos Bild vom Krieg und seine Unheilsikonographie.

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
I. Zur Vorgeschichte von Picassos Kriegsdarstellungen
1. Picasso und der Erste Weltkrieg
2. Künstlerische Entwicklung 1925-1935 (Kontakte mit Dadaisten und Surrealisten - Kunst als Gestaltung 'innerer Wirklichkeiten' - Ideographische Reduktion statt Mimesis - Auseinandersetzungen mit 'primitiver Kunst' - Idole und Metamorphosen - Kunst und politisches Engagement - Bedrohungen durch Faschismus und Krieg)
3. Destruktions- und Todesthemen 1925-1935 (Die Motivkreise 'Mord' und 'Rettung' - Paraphrasen zum Kreuzigungsthema - Stierkampfszenen und Minotaurus-Mythe)
II. Die Zeit des Spanischen Bürgerkrieges
Reaktionen auf den Bürgerkrieg vor >Guernica<
1. Der zeitgeschichtliche Hintergrund
2. Auf der Seite der Volksfront (Sommer 1936) (Vorhangentwürfe zu Rollands Quatorze Juillet)
3. Reaktionen auf den Ausbruch des Bürgerkrieges
4. >Traum und Lüge Francos< (Januar/Juni 1937) (Inhalt und Ikonographie der Radierungen - Akzeptanz und Wirkung der Franco-Satire - Franco-Satire und >Guernica<-Wandbild
5. Allegorische Unheilsszenen (Frühjahr 1937) (Reaktionen auf die Eroberung Málagas - Unheilsszenen vor >Guernica<
6. Die Wandbildkonzeption vor >Guernica< (April 1937) (Entwürfe zu einem monumentalen Atelier-Bild - >Atelier<-Studien und >Guernica<-Wandbild - Die >Guernica<-Vorprojekte in der Diskussion)
Das Wandbild >Guernica< für die Pariser Weltausstellung
1. Die Zerstörung der Stadt Guernica (Das Bombardement vom 26. April 1937 - Internationales Presseecho und faschistische Propaganda - Die Zerstörung Guernicas wird Bildthema)
2. Die Bildgenese und die Komposition von >Guernica< (Der Kompositionsentwurf vom 9. Mai - Intendierte politische Stellungnahme - Konzentration auf Leidensmotive - Anklänge an christliche Passionsikonographie - Altarähnliche Unterteilung der Bildfläche - Die Komposition als kubistischer Flächenplan - Farbige Gestaltung oder Grisaille - Das Wandbild im architektonischen Kontext)
3. >Guernica< und die Weltausstellung von 1937
4. Die Bildinhalte und die Ikonographie von >Guernica< (Das sterbende Pferd - Der unversehrte Stier - Die Lichtträgerin - Der tote Krieger - Die 'realen Figuren' - Die Deckenlampe - Das Raumkonzept - >Guernica< und das Málaga-Erdbeben von 1884 - >Guernica< und die Mai-Unruhen im Barcelona 1937 - Zur Darstellung des Krieges in >Guernica<
5. Die Rezeptionsgeschichte von >Guernica< (Erste Reaktionen und Presseecho - Frühe Kommentare und Deutungen - Erste kunstwissenschaftliche Interpretationen - Psychologisch orientierte Deutungen - Politisch motivierte Deutungen - Unterstellende Fehldeutungen - Liste vorliegender Interpretationen bis 1983)
6. Die Bildsprache und die Wirkung von >Guernica<
Reaktionen auf den Bürgerkrieg nach >Guernica<
1. Leidens- und Destruktionsthemen (1937/1938) (Die Serie >Weinende Frauen< - Darstellungen von Hunger und Not - Anthropomorphe Metaphern für eine heillose Welt - Sadistische Rituale als Destruktionsmetaphern)
2. Reaktionen auf das Ende des Bürgerkrieges (1938/1939) (Stilleben mit Trauer- und Todesmotiven - Reaktionen auf den Sieg Francos - Vorahnungen eines europäischen Krieges)
3. Destruktionsmotive als Metaphern für Krieg
III. Die Zeit des Zweiten Weltkrieges
1. Picasso während des Zweiten Weltkrieges (Als 'entarteter Künstler' im besetzten Frankreich - Picasso und die Kulturpolitik des Vichy-Regimes)
2. Mittelbare Aussagen über Krieg, Unheil und Verfolgung (Zu Darstellungen Dora Maars aus den Kriegsjahren - Der Motivkreis Frau-Tod-Krieg - Picassos Glaube an destruktive numinose Mächte)
Royan 1939/1940: Reaktionen auf den Kriegsbeginn
1. Werke mit Todesthemen (Herbst 1939/Sommer 1940) (Todessymbole in Stilleben und Figurenbildern - 'Masken des Todes' und 'Geisterschilde' - Der Tod als Frau: Madame la Mort
2. Die 'Gorgonen' von Royan (März/Juni 1940) (Das Gemälde >Sich kämmende nackte Frau< - Zur Ikonographie der Royaner >Sich Kämmenden<
Paris 1940-1945: Reflexionen über Krieg und Verfolgung
Innere Emigration im besetzten Paris
1. Stadtlandschaften mit Barrieren und Vergitterungen
2. Interieurs als Metaphern für Freiheitsverlust und Einengung
3. Stilleben mit Gitterstrukturen und Todesthemen
4. Sitzende Frauen und verwandte Darstellungen (Frauen als 'Leideapparate' - Regentinnen des Unheils - Weibliche Idole als 'Beschwörungsbilder')
5. Interieurs mit weiblichen Akten (Weibliche Akte als Metaphern für den Zustand der Welt - Das >Ständchen< und verwandte Darstellungen)
6. Darstellungen von Müttern und Kindern (Mütterliche Sorge und kindlicher Lebenswille - Das Gemälde >Erste Schritte< - Das Gemälde >Knabe mit Languste<)
7. Plastiken mit Destruktions- und Todesmotiven (Plastiken mit Todesthemen - Die Studien zum >Mann mit Schaf< - Die Plastik >Mann mit Schaf<)
Der 'Schatten des Krieges' in Werken von 1939-1945 (Reaktionen auf den Kriegsbeginn und Aufenthalt in Royan - Die Pariser Jahre unter deutscher Besatzung)
IV. Die Nachkriegsjahre und der Korea-Krieg
Gedenkbilder nach Kriegsende
Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg
1. >Das Leichenhaus (Ende 1944/1945) (Zur Entstehungsgeschichte der Komposition - Ikonographischer Hintergrund und Deutung)
2. Werke mit Todesthema nach Kriegsende (Das Gemälde >Denkmal für die Spanier< - Stilleben mit Memento-mori-Motiven)
Engagement für die Weltfriedensbewegung
Picasso und die französischen Kommunisten
1. Das >Massaker in Korea< (1951) (Darstellungskonzept und öffentliche Resonanz - Ikonographie und Bildinhalte - Bildsprache und Stilmittel)
2. Der >Friedenstempel< von Vallauris (1952) (Entwürfe und begleitende Studien - Darstellungsinhalte und Aussageintentionen - Darstellungskonzept und Stilmittel - Kapellenraum und Wandbilder)
3. Graphik gegen den Krieg
4. Picasso als politisch engagierter Künstler
V. Krieg und Krieger im Spätwerk
1. Die >Sabinerinnen<-Paraphrasen (1962/1963) (Zu Poussins und Davids >Sabinerinnen< - Picassos Studien Studien zum Sabinerinnen-Thema - Dechiffrierungen der Sabinerinnen-Mythe - >Sabinerinnen<-Paraphrasen und Kuba-Krise
2. Alter und Tod des Kriegers (Werke der letzten Jahre) (Maskulinismen und 'Kampf der Geschlechter' - Der Tod als Tödin - Madame la Mort)
VI. Das Bild des Krieges im Werk Picassos
1. Darstellungstraditionen des Kriegsbildes (Vom Schlachtengemälde zum Antikriegsbild)
2. Zum Bild des Krieges bei Dix, Beckmann und Chagall
3. Picassos Kriegsbilder: Themen und Inhalte (Inhaltliche und ikonographische Konstanten - Konfliktmodelle und Darstellungsintentionen - Kunst als dokumentierte Lebensspur - Die Physiognomie des Krieges)
4. Picassos Kriegsbilder: Bildsprache und Stilmittel (Pluralismus der stilistischen Mittel - Konfrontation als Kommunikationsmodus - Ideographik als bildgebundene Sprache)
Anmerkungen und Dokumentation
Zu Teil I (Vorgeschichte)
Zu Teil II (Spanischer Bürgerkrieg)
Zu Teil III (Zweiter Weltkrieg)
Zu Teil IV (Nachkriegsjahre und Korea-Krieg)
Zu Teil V (Krieg und Krieger im Spätwerk)
Zu Teil VI (Bild des Krieges)
Literaturverzeichnis und Bibliographie
Literatur zu Pablo Picasso
Ergänzende Literatur
Personenregister
Familientafel Pablo Picasso

Ihre Meinung ist gefragt:
Schicken Sie uns eine erste Bewertung des Buchs...

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter:
Hier können Sie Ihren Freunden eine Empfehlung dieses Artikels per Email zuschicken.

Mehr zu den Themen: spanisch, Drittes Reich

nach oben