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Rouch, Jane: Ghana

Dies ist ein second-hand Artikel

  Rouch, Jane: Ghana. Das Buch der Reisen
  Preis: 1,45 €

Gebraucht, Guter Zustand,
Hardcover, 205 S.
Editions Rencontre, 1964
ISBN: o.A.
Lieferbarkeit: vergriffen

Land: Afrika; Epoche: 68er
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 2629

Vorwort:
Abwarten und Tee trinken — diese weise Empfehlung wäre Afrika gegenüber angebracht, diesem Känguruh-Kontinent, der im Heute sowohl das Vorgestern wie das Übermorgen umfaßt.
Bekanntlich weicht das Känguruh zurück, um weiter zu springen. Es wäre demnach das Gelände zu untersuchen, aus dem es seinen Anlauf nimmt, jene Biosphäre aus derart schwer zu ergründenden Imperativen, daß nur «Fachleute » — Anthropologen, Soziologen und Ethnologen — ein Urteil wagen.
Wie kann es da dem Berichterstatter gelingen, nach seinen Eindrücken Tatbestände zu schildern, wenn Worte unfähig sind, das Unfaßbare zu fassen?
Zwischen dem afrikanischen Eingeborenen und dem Reporter besteht immerhin etwas Gemeinsames: beide sind unterwegs, gewissermaßen auf dem Picknickplatz. Sonst aber trennt sie ein Abgrund: der Lebenskreis des Stammes, der Familie, jene geheiligte Gemeinschaft, eine übernatürliche Mafia, in die ein Ausländer nur scheinbar Einblick erhält.
Da die überlieferten Gesetzlichkeiten für die Schwarzen keiner Erklärung bedürfen, begreifen sie nicht, weshalb wir sie zu verstehen suchen. Andere dagegen, durch unsere zivilisatorischen Leistungen beeindruckt, zeigen sich unberührt, abweisend, verschlossen, oder im Gegenteil begierig, « zu tun wie die Weißen », ja sie darin sogar zu übertreffen.
All das zwingt den Besucher zu Mutmaßungen. Wie kann sein Urteil auf festem Grund basieren, während er sich auf Sand bewegt?
Als der Reporter Henry Morton Stanley vom Kongo zurückkam, wurde er als Held gefeiert. Wer heute über Afrika berichten will, erlebt in erster Linie die Schwierigkeiten eines Chamäleon-Kontinentes.
Jenseits von Gut und Böse hatte der weiße Eroberer Afrika doch schlecht und recht in ein Netz wirtschaftlicher, politischer und sozialer Bindungen gezwungen. Nach dem Zerreißen der Schlingen, bei offenen Käfigtüren, rast heute der Nationalismus wie ein Steppenfeuer über den schwarzen Erdteil.
Rassenbewußtes Denken wird durch Propaganda dem einzelnen eingehämmert. African Personality in Ghana, « Afrika den Schwarzen » sind dynamitgeladene Schlagworte, die ihre Erfinder selbst in die Luft zu sprengen vermögen.
Wie diese Individuen am Scheidewege, die ratlos ihren Weg suchen, sagt sich der Journalist: « Da stehe ich als bestürzter Fremdling in einer Welt, die ohne mein Zutun geworden ist. »
Aus diesem gemeinsamen Fremdsein aber wird vielleicht ein Menschsein erwachsen, wie es Teilhard de Chardin versteht: Wir werden aufhören, in Unterschiedlichkeit zu leben, und das Rassendenken wird uns nicht mehr belasten. Der Staat Ghana ist wie ein Magnet. Kaum hatte Kwame Nkrumah der Goldküste diesen fürstlichen, tausendjährigen Namen verliehen, beugte sich die ganze Welt teilnahmsvoll über die Wiege des Kindchens Ghana, so daß beinahe ein Unheil geschah.
Trotz der übereifrigen Umsorgung von allen Seiten will die junge Republik jedoch selbständig werden und bleiben. Hier geschieht alles mit Leidenschaft. Wer kann schon einen kühlen Kopf bewahren in diesem kochenden Schmelztiegel, der ganz Afrika zum Vorbild werden und anderen Kontinenten als Lehrmeister dienen will?

Inhaltsverzeichnis:
- Babel
- Die leuchtende Stadt
- Die Schiffe des christlichen Königs
- Der Traum eines Präsidenten
- Der lange Weg
- Der Befreier
- Die Überlebenden
- Die Jungen Pioniere
- Der Kleine Donnerer
- Das rote Leuchtfeuer
- Das schwarze Salz
- Im weiten Norden
- Brauch und Sitte
- Ein Gott in einer Fahne
- Eine klimatisierte Religion
- Onyaase
- Das Gesetz der Sippe
- Wenn Louis wiederkäme...
- Die gleißende Erde
- Die glitzernden Steine
- Das Gold auf den Bäumen
- Die Sicherheit des Staates
- Gorkeh Gamal Kwame
- Land und Leute
Bibliographie

Zustandsbeschreibung:
OPb., Einband leicht verkratzt u. Ecken min. angestoßen, Preisangaben auf Schmutztitel, Seiten leicht gebräunt, ansonsten gute Erhaltung.

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