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Schneider, Reinhold: Corneilles Ethos in der Ära Ludwigs XIV.

Dies ist ein second-hand Artikel

  Schneider, Reinhold: Corneilles Ethos in der Ära Ludwigs XIV.. Eine Studie
  Preis: 2,45 €

Gebraucht, Befriedigender Zustand,
Paperback, 110 S.
Bühler, (1952)
ISBN: o.A.
Lieferbarkeit: vergriffen

Land: Frankreich; Epoche: Klassik
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 4034

Vorwort:
Der Rangunterschied, der zwischen den Geistern einer Epoche waltet, wirkt sich in der Höhe der Ebenen aus, auf denen sie die gemeinsamen Probleme zu bewältigen suchen; allen sind von der Zeit dieselben Aufgaben gestellt, wenngleich die Erkenntnis ihrer Perspektiven vom Standorte abhängt.
Insofern sind die Werke des Geistes Geschichtsdokumente und dürfen als solche betrachtet werden, ohne daß ihnen damit ihr Rang, der ein weit höherer ist, genommen würde.
Denn der Geist entspringt nicht in der Geschichte, sondern er ist in sie herabgesendet aus einem fremden Bezirk; er kann nicht wirken, ohne in sie einzutreten, und wird seine ursprüngliche Fremdheit doch niemals verwinden.
Vielleicht kann eine solche Betrachtung das Verständnis für Kunstwerke ein wenig erleichtern, denen, nachdem sie überschwenglich erhoben wurden, viel Unrecht geschehen ist.
Damit soll nicht die Kritik. schöpferischer Geister angegriffen werden, die auf dem Wege zu ihrem Werke waren und wegräumten, was sie hinderte; es soll nur angedeutet werden, unter welchem Gesichtspunkt ihr Urteil zu verstehen ist und daß Aufnehmende in einem andern Verhältnis zu Kunstwerken stehen als Künstler und deren Urteil nicht übernehmen dürfen.
Corneille konnte so wenig nachgeahmt werden, wie er nachahmen wollte; aber er hatte einen Auftrag und hat ihn erfüllt; und eine Ära wie die seine hat schwerlich eine dürftige Aufgabe gestellt oder einen unwürdigen Mann gewählt.
So hat Corneille ein Menschenbild geprägt, dessen Formung das Opfer hoher Werte kostete; es läßt sich schwer begreifen, viel schwerer nacherleben, während die Klagen und Leidenschaftsausbrüche der Menschen Racines noch immer erschüttern; aber vielleicht entsprach dieses Bild doch dem geschichtlichen Menschen jener Zeit; und vielleicht ist in ihm auf das Gebot der Zeit eine Haltung und Erfahrung Gestalt geworden, die viele Zeiten überdauert.
Nur diesen Fragen gelten die folgenden Seiten, die sich nicht berufen fühlen, an der Kunst und Sprache Pierre Corneilles Kritik zu üben noch seine Kritiker zu kritisieren.
Auch erlöschen die Rechte der Kritik viel früher als das Recht der großen Werke. Grillparzer hat bereits Corneille als „eigentlichen Dichter" seinem Kritiker Lessing gegenübergestellt und mit Bezug auf das klassische französische Drama die gebührende Achtung vor Werken verlangt, „die den Stolz ihrer Zeit ausmachten und einen wenngleich bedingten Wert für alle Jahrhunderte behalten werden".
Noch wichtiger ist vielleicht die Feststellung Goethes: „Von Corneille ging eine Wirkung aus, die fähig war, Heldenseelen zu bilden", und die im Hinblick auf Corneille gemachte Bemerkung, daß „der persönliche Charakter des Schriftstellers seine Bedeutung beim Publikum" hervorbringe.
Hebbel trug sich mit dem Gedanken, das Verhältnis zwischen Corneille und Richelieu zum Gegenstand eines Dramas zu machen; vielleicht wären darin die tiefen, wahrhaft tragischen Beziehungen, die zwischen dem Dichter und dem Träger der Geschichte walten können, gestaltet worden.
Nicht nach dem ästhetischen Wert, der geistesgeschichtlichen Stellung soll hier gefragt werden; es wird nur der Versuch gemacht, das Innerste der Aussage Pierre Corneilles - einer Aussage, die aus der Seele kam und diese wieder suchte - zusammenzufassen und von ihr aus des Dichters Stellung in der Geschichte und das geschichtliche Schicksal seines Werkes zu begreifen.
Diese Aussage will freilich als eine noch immer lebendige, ja mächtige geistige Kraft erkannt werden, die von dem Aufnehmenden eine Haltung verlangt. Damit wird kein Urteil über den Dichter gesprochen; Pierre Corneille hat den Beifall der Großen seiner Zeit errungen; und schwerlich-brachte die Nachwelt Männer hervor, deren Meinung für ihn höheren Wertes gewesen wäre als das Urteil Ludwigs XIV., Turennes und Condés.

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
- Saint-Roch
- Das Tragische
- Gloire
- Der König
- Jenseits der Bühne

Zustandsbeschreibung:
OBr., Seiten gebräunt, Seitenränder inakkurat geschnitten, ansonsten gute Erhaltung.

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