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Krasznahorkai, Laszlo: Satanstango

Dies ist ein second-hand Artikel

  Krasznahorkai, Laszlo: Satanstango. Roman. Aus dem Ungar. von Hans Skirecki
  Preis: 6,95 €

Gebraucht, Ausreichender Zustand,
Hardcover, 318 S.
Rowohlt, 1990
ISBN: 3-498-03468-5
Lieferbarkeit: vergriffen

Land: Ungarn; Epoche: Gegenwart
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 10832

Klappentext:
«Sie verstanden nicht, warum sie, die nach der scheinbar endgültigen Ausweglosigkeit der vergangenen Jahre nun endlich die berauschende Luft der Freiheit schnuppern durften, wie Sträflinge hinter Gittern tobten, sinnlos und verzweifelt, ohne Sinn für die Realität, denn wie sonst war zu erklären, daß sie nur Augen für den Verfall, die Trostlosigkeit und den Schmutz hatten und sich nicht mehr an die Verheißung erinnerten, es werde neu entstehen, was verfallen, und auferstehen, was heruntergekommen war.»

«Die ungarische Literaturlandschaft ist um eine bemerkenswerte Gestalt reicher geworden. László Krasznahorkais Stimme hat Gewicht. darf mit Fug und Recht als Chiffre zu Ost-Mittel-Europa hier und heute betrachtet werden», schreibt die Neue Zürcher Zeitung über den jungen Autor, der zusammen mit Peter Esterhazy, Istvan Eörsi und Peter Nadas zu den großen Neuerern der ungarischen Literatur gehört.
Eine heruntergekommene Ansiedlung in Südostungarn. Keine Arbeit, keine Hoffnung, keine Zukunft. Ringsum Verfall, von strömendem Oktoberregen in tiefe Trostlosigkeit getaucht. Nur eine Handvoll Menschen sind geblieben und warten auf ein Wunder, das ihr Los zum Besseren wenden könnte.
Eines Tages kommt einer und verheißt Erlösung: Irimias, ein ehemaliger Dorfbewohner und wortgewaltiger Mann mit dem Charisma eines Propheten. Er verspricht anderswo einen neuen Anfang, Arbeit und ein besseres Leben - gegen gute Bezahlung.
Die Dorfbewohner können sich der Suggestionskraft seiner Verheißungen nicht entziehen, wenngleich sie ahnen, daß ihr Schicksal längst vorherbestimmt ist, daß sie wie schon so oft in ihr Unglück rennen werden.
Und richtig, Irimias ist ein Rattenfänger, ein Gaukler und Gauner, der, seinerseits den Zwängen eines übermächtigen Systems ausgeliefert, Spitzeldienste für die Polizei verrichtet.
Kein Widerstand regt sich gegen den falschen Messias. Nur zwei durchschauen ihn.
Futaki, ein bauernschlauer Alter, will von seinen Plänen profitieren, ist aber nicht bereit, ihm bedingungslos zu dienen.
Der Arzt hingegen, einziger gebildeter Dorfbewohner, scheint Irimias nicht einmal wahrzunehmen. Zutiefst pessimistisch und stets betrunken sitzt er am Fenster seines verbarrikadierten Hauses und schreibt auf, was er sieht, macht sich zum Chronisten des Niedergangs, den er nicht aufhalten kann.
Während überall Spinnweben wuchern, ohne daß je eine Spinne zu sehen ist, während aus dem Mund eines Irren gelallte Warnlaute erklingen und rätselhaftes Glockengeläut das Dorf erzittern läßt, tanzen dessen Bewohner zur Feier ihrer bevorstehenden Befreiung in der Kneipe einen infernalischen nächtlichen Tango ...
Laszlo Krasznahorkai schildert haargenau Schauplätze, Ereignisse und Menschen. Doch der realistische Erzählduktus von «Satanstango» ist in eine Atmosphäre des Surrealen, Visionären gehüllt.
Nichts scheint sicher, niemand verläßlich; die greifbare reale Welt unter den Spinnweben erweist sich als die eigentlich trügerische.
Das Leitmotiv des Ausgeliefertseins, die geschickt jede Aussage relativierende Erzählstruktur und die düstere Choreographie von «Satanstango» deuten darauf hin, daß es für diese Menschen keine Erlösung gibt. Einer unangreifbaren totalitären Macht ausgeliefert, die wie in einem Spiegelkabinett beständig ihre Gestalt verändert, bleibt ihnen nicht einmal die Hoffnung auf Hoffnung.

LASZLO KRASZNAHORKAI, geboren 1954 in Gyula, studierte Sprachen und Literatur an der Universität Budapest, nachdem er jahrelang durch Ungarn gezogen war und verschiedene Berufe ausgeübt hatte. Er lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern als freier Schriftsteller in Szentendre bei Budapest.

«Satanstango darf mit Fug und Recht als Chiffre zu Ost-Mittel-Europa hier und heute betrachtet werden.» (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG)

Zustandsbeschreibung:
OPb. mit OU., dieser leicht berieben u. angeschmutzt, Seiten tlw. l. fleckig, Schnitt stärker angeschmutzt, Lesebändchen abgerissen, ansonsten i.O. (1. Auflage)

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