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Barnet, Miguel (Hg.): Der Cimarrón

Dies ist ein second-hand Artikel

  Barnet, Miguel (Hg.): Der Cimarrón. Aus dem Span. von Hildegard Baumgart
  Preis: 3,95 €

Gebraucht, Guter Zustand,
Paperback, 256 S.
Insel Verlag, 1969
ISBN: o.A.
Lieferbarkeit: vergriffen

Land: Kuba; Epoche: 68er
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 4857

Klappentext:
Dieses Buch verdankt seine Entstehung einem Bericht der cubanischen Presse über die ältesten überlebenden Einwohner der Insel. Miguel Barnet und eine Gruppe von Ethnologen besuchten daraufhin den hundertvierjährigen Esteban Montejo, zunächst in der Absicht, einiges über Glauben und Bräuche der cubanischen Neger vor der Jahrhundertwende zu erfahren.
Sie fanden einen hochintelligenten, eigensinnigen Mann voller Erinnerungen an längst Vergessenes, interviewten ihn wiederholt, änderten im Laufe der Zusammenarbeit ihre ursprüngliche Absicht, fertigten regelrechte Fragebögen aus und erlangten immer tieferen Einblick in das Leben der Negersklaven und die Zeit der Abschaffung der Sklaverei auf Cuba und des Befreiungskrieges gegen die spanischen Kolonialherren.
Esteban Montejo ist ein Cimarrón, das heißt ein entlaufener Sklave, der lange Jahre in absoluter Einsamkeit in den Bergen gelebt hat und sich dann den Aufrührern anschloß.
Das Buch ist korrekt aus den wörtlichen Aussagen des Cimarróns zusammengesetzt. Es sollte kein historisches Werk werden, aber es ist Geschichte in es eingegangen, weil das Leben eines Menschen in es eingegangen ist.
Es trägt gewiß auch literarische Züge, ohne aber Literatur zu sein. Das Überraschendste ist wohl die bilderreiche Sprache dieses ehemaligen Sklaven. Kein Schriftsteller könnte das erfinden.
Alter afrikanischer Aberglaube vermischt sich mit spanischer Überlieferung. Aber erzählen tut da einer, der politisches Bewußtsein erlangt hat, der zwar bewiesen hat, daß er des extremsten Individualismus und extremer Einsamkeit fähig ist, ohne jedoch die Fähigkeit und den Willen zu kollektivem Handeln zu verlieren.
Er schildert alles von seinem persönlichen Standpunkt aus, schildert, was er selbst erlebt hat: das Leben als Sklave auf der Zuckerrohrplantage, das nirgends die idyllischen Züge von Onkel Tom trägt, das Leben in den Bergen, den Krieg, die Zeit, als die Spanier wohl vertrieben, aber durch die Nordamerikaner ersetzt waren.
Für die Spanier bringt er eine Art Gerechtigkeit auf; die Amerikaner haßt er schlichtweg. Für sie weiß er nur einen Platz: die Hölle. Da wird von Vergangenheit geredet, aber diese Vergangenheit erklärt die Gegenwart, erklärt Castro und Castros Cuba.
Mit der Entscheidung von 1898, an der die Neger überragenden Anteil hatten, war Cuba zwar angeblich frei, aber befreit waren wieder nur die Weißen, die Creolen, die sofort mit der neuen Fremdherrschaft zusammenarbeiteten. Nicht befreit wurden die Neger, die den Hauptteil der Bevölkerung stellten. Die Freiheit war keine Freiheit für alle, sondern nur für die Besitzenden, und von Gerechtigkeit war keine Rede. Das Problem Cubas war lediglich um ein halbes Jahrhundert vertagt.

MIGUEL BARNET, 1940 in La Havana geboren, hat eine wissenschaftliche Arbeit über afrikanische Religionen in Cuba geschrieben und mehrere Gedichtbände veröffentlicht. Gegenwärtig arbeitet er im Institute del Libro und im Consejo Nacional de Cultura in La Havana. Sein Buch »Historia de un Cimarrón« wurde ins Französische, Englische, Italienische, Russische und Tschechische übersetzt.

Zustandsbeschreibung:
OBr., Einband leicht verknickt, Seiten l. gebräunt, ansonsten gute Erhaltung.

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