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Ibsen, Henrik: Dramatische Werke (3 Bde.)

Dies ist ein second-hand Artikel

  Ibsen, Henrik: Dramatische Werke (3 Bde.). Übersetzt von Wilhelm Lange
  Preis: 13,95 €

Gebraucht, Guter Zustand,
Hardcover, 1253 S.
Oestergaard, 1910
ISBN: o.A.
Lieferbarkeit: sofort

Land: Norwegen; Epoche: Vorkriegszeit
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 17041

Bd. I: Die Stützen der Gesellschaft - Nora (Ein Puppenheim) - Gespenster
Bd. II: Ein Volksfeind - Die Wildente - Rosmersholm
Bd. III: Die Meerfrau - Hedda Gabler - Baumeister Solness

Auszug aus dem Vorwort:
[...] Während des ersten Jahrzehnts seines Aufenthalts im Ausland bewegt sich Ibsens dramatische Muse vorwiegend noch in Stoffkreisen, die zwar von Gegenwartsgedanken durchsetzt, doch ihrer sonstigen Eigenart nach unserem unmittelbaren modernen Empfinden entrückt scheinen.
Erst mit den 1877 veröffentlichten „Stützen der Gesellschaft" setzt für uns der eigentlich moderne Ibsen, der Ibsen des zeitgenössischen Gesellschaftsdramas ein.
Dieser Ibsen, der noch zwei volle Jahrzehnte schaffen durfte, bevor er die Feder für immer aus der Hand legte, ist recht eigentlich unser Ibsen. Er ist der Ibsen der „Nora", der „Gespenster", des „Volksfeinds", der zu den brennendsten Problemen unserer Zeit, der Frauenfrage, dem Vererbungsgesetz, dem Majoritätsprinzip sein gewichtiges Wort spricht, der Ibsen der „Wildente", der in wunderbar feiner Symbolik den ganzen dumpfen Jammer kleinmenschlichen Alltagslebens darstellt, der Ibsen von „Rosmersholm", diesem Gegenstück der „Wildente", in dem ein reiner, ins Hohe und Große strebender Mensch an der krassen Wirklichkeit zugrunde geht, der Ibsen der „Meerfrau" endlich, der „Hedda Gabler", des „Baumeister Solneß" usw. — tief bedeutsamer Stücke, aus denen die lebendige Wirklichkeit, durch des Dichters plastische Meisterschaft zu höchstem Kunstwert erhoben, uns in bunten, fesselnden Gestaltenreihen entgegentritt.
Als Henrik Ibsen am 23. Mai 1906 in Kristiania gestorben und feierlich auf Staatskosten begraben worden war, wußte sein Volk, daß es den Größten aller Norweger in die Gruft gesenkt hatte.
Zugleich mit den Skandinaviern aber trauerten die übrigen zivilisierten Völker, trauerten vor allem die Deutschen um diesen Geistesriesen, der seine reifste und beste Zeit, fast ein Vierteljahrhundert, in ihrer Mitte zugebracht und kaum irgendwo gleich tiefe Spuren seiner Wirkung auf die Herzen und Geister hinterlassen hat.
Recht eigentlich ist Ibsen erst in Deutschland seiner ganzen Bedeutung nach gewürdigt worden. Anfangs zwar erschienen seine Dichtungen auch dem deutschen Publikum und der deutschen Kritik so neu und seltsam, daß sie ihnen gegenüber nur langsam einen bestimmten Standpunkt gewinnen konnten.
Allmählich aber erkannte man in dem Erz, das dieser Bergmann gefördert, das lautere Gold, und so ward Ibsen gerade uns Deutschen in einer Epoche gewaltiger geistiger Umwälzungen vielleicht mehr als andern Völkern zum Wahrheitskünder und Führer.
Auf unabsehbare Zeit hinaus beherrscht Henrik Ibsen bei uns die ernste Bühne, und mit jedem Jahre wächst die ungezählte Schar derjenigen, denen dieser nordische Skalde etwas Bedeutsames und Wichtiges zu sagen hat.
Der vorliegenden Ausgabe Ibsenscher Dramen liegt die Übersetzung des bekannten Linguisten Wilhelm Lange zugrunde, deren gründliche Revision noch Lange selbst kurz vor seinem im Dezember 1907 erfolgten Tode besorgt hat.
Seit den 70 er Jahren des vorigen Jahrhunderts war Wilhelm Lange bemüht, in Deutschland das Verständnis für Ibsen zu fördern, und vielfach sind seine Übersetzungen, statt des schwerer zugänglichen norwegischen Originals, für weitere Übertragungen in andere Sprachen zur Grundlage genommen worden.
Die Kritik rühmt den bei den Bühnen gut eingeführten Übersetzungen Langes „eindringendes Verständnis und feines Sprachgefühl" sowie „Klarheit, Knappheit und Prägnanz des Ausdrucks" nach.
Ein Bühnenfachmann wie Felix Holländer nennt Langes Ibsen-Übersetzungen „bei weitem die besten". Jedenfalls muß es als ein Vorzug der vorliegenden Ausgabe angesehen werden, daß sie die erste einheitliche Verdeutschung Ibsens ist, eine Arbeit aus einem Guß, von einem „berufenen Interpreten des großen Skandinaviers".
Mögen diese Bände das Interesse für Ibsen und sein Lebenswerk in die weitesten Kreise tragen und dort für sein Programm der inneren Befreiung und Willensläuterung volles Verständnis erwecken.
Thomas Schäfer.

Zustandsbeschreibung:
OLn., Rücken leicht schief, Seiten gebräunt, Bd. I: Ecken l. angestoßen, Bd. III: Buchblock l. gebrochen, ansonsten gute Erhaltung. Bänder in Jugendstil-Goldschnitt.

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